Partenavia von Conzelmann.

Allgemeines: Die Partenavia von Conzelmann/Freescale ist schon seit längerem im Programm. Meine Partenavia hat ca. 5 Jahre auf dem Buckel und etliche Flugstunden inkl. 1 Absturz ( Regler hat beim blockieren des einen Motors nicht nur Motoren sondern auch gleich RC abgeschaltet ). Auf Wasserflug habe ich sie jedoch erst diesen Sommer umgerüstet.

Zum Bau: Der Bau geht sehr zügig voran und ist auch von ungeübten zu meistern. Es müssen lediglich die Flächen zusammengeklebt werden, die Kabel einziehen und den Holm einkleben. Der Rumpf besteht aus wenigen Styroporteilen welche sauber verarbeitet sind und ohne Nacharbeiten ineinanderpassen. Kompliment an Conzelmann! Der RC Einbau ist dann noch das kleinste. Die Micro Servos werden einfach in die vorgesehenen Ausschnitte eingeklebt. Wie bei Conzelmann üblich wird das ganze Modell mit einer Selbstklebefolie "bespannt". Das gibt Festigkeit und schützt die Oberfläche vor Verschmutzungen.

Zum Fliegen: Ein Traum!! Extrem wendig und trotzdem sehr gutmütig! Mit der Originalmotorisierung ( 2x Speed 400 und 8 Zellen ) geht die Partenavia schon recht zügig und ist nach ca. 40m Hartpiste in der Luft. Das Flugbild kommt dem Original schon recht nahe. Natürlich kam dann bald schon mal der Wunsch nach mehr Leistung ( Gerade fürs Wasserfliegen). Abhilfe schafften 2mal Speed 480 mit Getriebe 3:1 und 10x8 Cam Props von Graupner. Die Motoren werden gespeist von 10 Zellen 2400mAh. Mit diesem Antrieb hebt das Modell nach 5 Meter von der Hartpiste und nach 10 Meter von Gras ab! Der Steigflug dürfte etwa 30 Grad betragen. Leider ist die Bodenfreiheit mit den originalen Motorgondeln fast zu klein. Deshalb mussten neue Motorgondeln her. Natürlich im Turboprop Look. Bei geringen Drehzahlen klingt dann auch der Sound recht turbinenähnlich durch das heulen der Getriebe und das Fauchen der Riesen Props.

Wasserfliegen: Die Schwimmer habe ich anhand der Skizzen auf www.parkfyer.degefertigt. Sie sind aus Styropor und möglichst einfach gehalten. Die genaue Befestigung am Rumpf erkennt man auf den Bildern. Jetzt musste noch das Problem des Manöverierens auf dem Wasser gelöst werden. Die ersten Idee war ein Wasserruder zu installieren. Jedoch war mir der Aufwand zu gross. Da gerade noch ein 2. Regler herumlag wurden kurzerhand die 2 Motoren einzeln angesteuert. Das ganze funktioniert einfach genial. Von jetzt an werden bei mir die Mehrmotorigen nur noch über die Motorendrehzahl auf dem Wasser gesteuert. Nun aber zum Fliegen. Zum Startplatz "gerollt", in den Wind stellen und Vollgas! Das Fliegerle beschleunigt zügig, kommt auf Stufe und hebt sanft ab! Durch die hochliegenden Motoren muss beim Beschleunigen voll gezogen werden, da sonst die Schwimmer vorne heruntergedrückt werden und so auf ein Stufe kommen verhindern. Das Fliegen mit den Schwimmern ist völlig unproblematisch. Die Wendigkeit ist jedoch gegenüber der Landversion sehr stark eingeschränkt. Die Landung ist die einfachste Übung. Ohne irgendwelche Springtendenzen bei korrekter Geschwindigkeit setzt die Partenavia butterweich auf. Bei zu schneller oder zu langsamer Wasserung macht das Modell ein paar Hüpfer steckt aber alles sauber weg.

Alles in Allem ein tolles, unkompliziertes Wasserflugmodell!

 

Ein Bericht von Roman Reding

Zurück zur Übersicht