Holger hat die Partenavia XXL (Vertrieb: Bichler, Hersteller: Modellstudio CZ) mit Elektro-Antrieb und Schwimmern ausgerüstet und berichtet über seine Bau- und Flugerfahrungen!

Mal was Großes:

PARTENAVIA XXL als Wasserflugzeug

Nachdem ich vor einigen Jahren mal einen Charter von Robbe mit ein paar Schwimmern versehen habe, und das ganze auch noch flog, war es passiert: Das Wasserflugvirus hat mich infiziert. Dazu kam noch das neue Portal der Wasserflieger im Internet. Nachdem die „Flotte“ mit einer Catalina von PAF aufgestockt wurde, war ich auf der Suche nach einem etwas größeren Modell.

Über einen Baubericht in der FMT „Der Hagelflieger“ bin ich auf die Partenavia aufmerksam geworden. Die nach wie vor perfekte und moderne Optik des Fliegers (Erstflug des Originals war immerhin 1968!) hat mich irgendwie begeistert. So war relativ schnell der Entschluss gefasst, die Partenavia auf ein paar Schwimmer zu stellen um daraus ein Wasserflugzeug zu bauen.

Ende 2005 habe ich das Modell mit samt Schwimmern beim Modellbauhandel Bichler bestellt. Im Januar 06 wurde dann endlich der ersehnte Bausatz geliefert. Ich hatte mich für die Rohbauvariante mit Landeklappen entschieden und dazu passend die GfK-Schwimmer in der 1.000 mm Länge bestellt.

Der Bausatz ist gut und es sind auch alle Kleinteile für den Zusammenbau vorhanden. Die Querruder und Landklappen müssen noch von den Flächen getrennt und die Flächenverbinder eingeleimt werden. Nach dem Ausschneiden der Endbögen aus ABS wurden diese mit den entsprechenden Rippen verklebt und anschließend alles fertig verschliffen und mit Bügelfolie bespannt. Anschließend wurden Flächen, Höhenruder und Seitenruder mit Bügelfolie bespannt und Höhenruder und Seitenruder in den GFK Rumpf eingeklebt. Am Rumpf waren nur geringfügige Nacharbeiten erforderlich.

Da das gute Stück auch eine entsprechende Beleuchtung bekommen sollte, mussten ein paar mehr Kabel in die Flächenteile eingezogen werden. Das Beleuchtungsmodul, die entsprechenden Leuchtdioden und Landescheinwerfer, wurden bei Optotronix geordert.

Die Konstruktion des Schwimmerfahrwerks

Die Partenavia fährt zur Startstelle...

...Reiseflug....

Für die hintere Befestigung der Schwimmer wurde die Originalfahrwerkshalterung verwendet. Die vordere Halterung hatte ich ursprünglich aus Messingrohren zusammengelötet, wurden aber später mit CfK Stäben ersetzt.

Die Motorgondelverkleidung wurde nicht eingeklebt sondern nur mit der Motorbefestigung und einer zusätzlichen Schraube im hinteren Bereich gesichert. So kommt man immer wieder Problemlos an die Motorhalterung. Für das Outfit habe ich eine einfache Variante gewählt um den Lackieraufwand so gering wie möglich zu halten. Die Buchstaben und die Möwe sind aus Klebefolie ausgeschnitten.

Dann kam der große Tag, die Erstwasserung. Werden die Schwimmer das stolze Gewicht von 5,3 kg auch tragen. Aber ich wurde nicht enttäuscht, die Partenavia lag gut im Wasser.

Der Erstflug erfolgte dann in Plau am See. Nach kurzer Strecke sind die Schwimmer bereits auf Stufe. Das Abwassern und Fliegen ist absolut unproblematisch. Das größere Gewicht und der entsprechende höhere Luftwiderstand machen sich aber schon im Flug bemerkbar, aber es soll ja kein Kunstflug mit der Maschine gemacht werden. Mit gesetzten Landklappen wird die Partenavia schön langsam und somit sind Bilderbuchlandungen möglich.

Damit die Partenavia auch auf dem Wasser besser zu manövrieren ist, wurde noch ein zusätzliches Wasserruder angebaut. Dieses habe ich jetzt noch etwas vergrößert. Auf Grund der großen Angriffsfläche des Modells reichte die Ruderwirkung bei stärkerem Wind nicht aus.

Für den Transport der Partenavia habe ich ein separates Gestell gebaut. Eine Halterung für die Flächenteile wird auf die Rumpfhalterung geschraubt, so ist alles fest für den Transport gesichert.

Holger Schilling, Februar 2007

Partenavia XXL auf Schwimmern

Partenavia XXL - Der Bausatz

 Einbau der Landescheinwerfer  

Beleuchtungseinbau in die Randbögen
...beim Abwassern!
...und wieder eine gelungene Wasserung!
...so habt ihr euch wohl einen Flugzeugträger vorgestellt...
Das Transportgestell

Die Ausrüstung:

Motoren 2 x AXI 2826/10
Regler 2 x Jeti Advance Plus 70 A
Propeller 2 x Vario Prop 2 Blatt mit 10,9"
Akku 2 x Lipo 11,1 V / 4000 mAh 10 C parallel geschaltet

Querruder Hitec HS 81 MG
Seite/Höhe Hitec HS 311
Klappen Power Blue 13 BB MG

Beleuchtung ACL powerFlash von Optotronix
Seitenruder 2 SuperFlux mit Doppelblitz
Endbogen je eine SuperFlux für Einfachblitz und für Positionslicht
Landescheinwerfer 2 Superhelle LED im Reflektor

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