Ralf hat das Taxi Cup II von Graupner mit Elektro-Antrieb und Schwimmern ausgerüstet und berichtet über seine Bau- und Flugerfahrungen!

Graupner TAXI CUP II als Wasserflugzeug

Hallo liebe Wasserfluggemeinde,

zur Ergänzung der von Johann und Maurice hervorragend verwalteten Wasserflughomepage möchte ich Euch eins meiner Wasserflugmodelle vorstellen. Bei dem TAXI CUP II der Firma Graupner handelt es sich um ein vielseitig verwendbares Allzweckmodell (siehe Foto’s). Zum Bau ist nicht viel zu sagen; die Bauanleitung von Graupner ist für jeden verständlich. Der „Verbrennerkram“ kam erst gar nicht zur Anwendung.

Zuerst wurde das Modell mit einem Speed 700 9,6 V Neodym, einem Kruse Introgear 400 2,4 : 1 sowie einer APC Elektro 13 x 6,5 ausgerüstet. Die für den Vortrieb notwendigen 14 Zellen ( GP 2200 ) wurden jedesmal durch Tragflächenanundabbau im Rumpf verstaut. Als mich dann Wolle (Wolfgang Dohne) im Herbst 2005 mit dem Wasserflugbazillus infiziert hatte; mußten für Plau am See im darauffolgenden Frühjahr Schwimmer drunter. Zunächst wurde der Antrieb optimiert, um Abfluggewicht für die zusätzlichen Schwimmer einzusparen.

Das Getriebe wurde auf 2 : 1 umgebaut; 12 Zellen drehten jetzt eine APC Elektro12 x 8. Die ersten Schwimmer ( auf den Foto’s mit roter Farbe ) wurden genau nach dem Buch von Erich Däubler gebaut und mit Stahldraht befestigt. Die Styroporkerne wurden mit 1,0 Balsa beplankt, die Unterseite noch zusätzlich mit Glasseide verstärkt. Das Wasserruder wird duch eine 2 mm Kohlestange vom Seitenruder aus angesteuert.

Nach einem Seglerschlepp mit ausschließlich Vollgas auf unserem vereinsorganisierten Elektrotreffen 2006 gab der Motor „erhebliche Rauchzeichen“ von sich. Jetzt mußte ein Bürstenloser her. Das Akkufach wurde nach vorn in den Auspuffschacht verlegt und ein Roton 600 W/12 kam zum Einsatz. Die Leistungssteigerung bei gleicher Latte war enorm, obwohl hier nur 85 Watt mehr Leistung bei einer Gewichtseinsparung von 190 g zu verzeichnen waren. Der Motor wird beim Seglerschleppen bei 2 min Vollgas ( 45 A ) nicht mal warm. Gleichzeitig wurden für Löcknitz 2006 die für mich etwas labilen Stahldrähte durch Aluminiumverstrebungen ausgetauscht.

Im Herbst 2006 wurden dann neue Schwimmer gleicher Größe gebaut, die jetzt aber im letzten Drittel vor der Stufe eine Kielung erhielten. Außerdem wurden die Styrokerne nach dem Spachteln mit Modellier Moltofill nur mit Glasseide und Parkettversiegelung ( wasserlöslich ) überzogen. Dies brachte eine Gewichtsersparnis von 200 g zu den alten Schwimmern. Die letzte Optimierung erfolgte jetzt nach dem Heleneseefliegen 2007.

.... noch mit den roten Schwimmern

...startbereit zum Seglerschlepp

Nachdem einer der beiden Seglerschlepps vom Wasser aus gerade so ging ( die NiMH-Akkus waren kalt ) mußte hier nochmal eine Leistungssteigerung her. Unter der Motorhaube wurde ein zusätzliches Batteriefach für 4S1P PQ 3300 eingebaut. Jetzt können mit 4 Lipo’s nochmal 55 Watt mehr ( insgesamt 600 W Eingangsleistung ) bei gleichzeitiger Gewichtseinsparung von weiteren 180 g abgerufen werden. Zwischen meinem Wassererstflug mit diesem Modell und der jetzigen Ausrüstung liegt eine Gesamteinsparung von 660 g, wobei es sich nun natürlich schön langsam fliegen lässt. Auf dem ein oder anderen Treffen wird das Modell immer wieder mal zum Einsatz kommen.

Februar 2007-02-05

Ralf Ressin

Taxi Cup II in der Landversion

Das gleiche Modell in der Winterausführung

 Start vom Wasser...  

...mit den neuen Schwimmern
...Detailaufnahme der neuen Schwimmer
Graupner Taxi Cup II

Technische Daten:

Spannweite: 1600 mm
Länge: ca. 1205 mm
Motor: Roton 600 W/12
Akku: LIPO 4S, 3300 mAh

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